Mi, 14.10.15 Tarkowskij-Film-Reihe: #1 "Die Walze und die Geige" PDF Drucken E-Mail
19 Uhr, EinsteinHaus Ulm (Kornhausplatz 5)

Andrei Arsenjewitsch Tarkowski, geboren am 4. April 1932 in Sawraschje/ Sowjetunion, gestorben am 29. Dezember 1986 in Paris/Frankreich).

Nur wenige Autoren lassen sich in der Filmgeschichte ausmachen, die ein derart geschlossenes Werk aufweisen wie Andrej Tarkowskij. Vom ersten, halblangen Schulabschlussfilm »Die Walze und die Geige« (1961) und dem Spielfilmerstling »Iwans Kindheit« (1962) prägt ein urfilmischer Trieb seine Arbeiten. Tarkowskij selber schrieb in seinen Notizen von der »Skulptur der Zeit«, die ihm vorschwebe; er entwickelte sie zur Meisterschaft. Seine Filme wirken gerade durch die intensive Auseinandersetzung mit der Arbeit an der Zeit zeitlos und unverwüstlich. „Wenn der Film nicht Dokument ist, ist er Traum. Darum ist Tarkowskij der Größte. Er bewegt sich im Raum der Träume mit schlafwandlerischer Sicherheit, er erklärt nicht. Er ist ein Seher.“ (Ingmar Bergmann)
In dieser Filmreihe zeigen wir alle Filme Tarkowskijs, beginnend heute mit seinem Diplomfilm.

»Die Walze und die Geige« zeigt in 46 Minuten einen Tag im Leben des verträumten Sascha, der seine Geige dem Fussballspiel vorzieht und deshalb von seinen Kameraden verspottet wird. Als er wieder einmal verprügelt werden soll, kommt ihm der Straßenarbeiter Igor zu Hilfe. Zwischen den beiden entwickelt sich eine kurze Freundschaft. Das episodische, klar strukturierte Debut antizipiert Themen, Bildmotive und Stilformen, die Tarkowskij in späteren Filmen weiterentwickelte.

Eintritt: 6 €
(in Zusammenarbeit mit der vh Ulm)
 
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